Ort: ega – Frauen im Zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Wann: jeweils am Donnerstag um 18 Uhr
25.9. 2025 „Trümmer und Träume. Alltag in Favoriten 1945-1955“
Eine Dokumentation eines lebensgeschichtlichen Gesprächskreises 1985-1991.
Mag.a Ulli Fuchs, Projektleiterin Labor Alltagskultur
Kritische Literaturtage.
1984 Studium der Volkskunde (Ethnologia Europaea) in Wien, 1989 Ethnographie und Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität in Berlin (DDR).2002 Diplomarbeit „…mit Haut und Haaren… Über Frauenfrisuren und Mode von der Jahrhundertwende bis 1934“.
Die beiden Volkskundler:innen Wolfgang Slapansky (†) und Ulli Fuchs begannen 1985 zum 40-jährigen Jubiläum der Republik Österreich einen lebensgeschichtlichen Gesprächskreis mit Menschen, die in der Nazizeit bereits erwachsen waren. In vielen Sitzungen sprachen die Zeitzeug:innen über den Alltag in der Nachkriegszeit. Diese authentischen Transkripte wurden mit Hintergrundinformation ergänzt zu einem wertvollen historischen Dokument, das heuer zum 80-jährigen Jubiläum nachgedruckt wurde.
„Trümmer und Träume. Alltag in Favoriten 1945-1955“ und wird für 12,- zugunsten des Bezirksmuseums Favoriten verkauft.
Mittwoch: 29.10. 2025 „Genderbias im Recht“ Buchpräsentation mit Bundesministerin für Justiz Dr.in Anna Sporrer, die das Vorwort „Die Gleichstellung von Frauen und Männern – ein Jahrhundertprojekt“ dazu verfasst hat.
Diskussionsrunde mit einer der Autorinnen Mag.a Natascha Fürst, Msc sowie Politikerinnen (wird noch bekannt gegeben werden)
Ort: Renner-Institut, Mittwoch 29. 10. 2025 von 18-20 Uhr, Adresse: Wien 10., Karl-Popper-Straße 8, Nähe Hauptbahnhof
20.11. 2025 Der Himmel ist blau. Kann sein.
Frauen im Widerstand. Österreich 1938-1945, Promedia-Verlag 2023
Karin Berger, Studium der Ethnologie und Politikwissenschaft, Dokumentarfilmregisseurin, Forscherin, Autorin
27 Österreicherinnen erzählen über ihren Widerstand gegen das Nazi-Regime, über ihre List, ihren Mut, ihre Solidarität, aber auch über ihre Angst vor Folter und Tod. Käthe Sasso, Irma Schwager, Oswalda Tonka, Helene Kuchar-Jelka, Rosl Grossmann-Breuer oder Agnes Primocic sind darunter. Mit all ihrem Mut stellten sie sich dem Nazi-Terror entgegen, wurden dafür verfolgt, eingesperrt und überlebten nur knapp.
„Wenn er mir gesagt hätte, der Himmel ist blau, hätte ich gesagt: Kann sein“, beschreibt Mali Fritz ein mögliches Gespräch mit einem ihrer Peiniger. „Unter keinen Umständen hätt’ ich der Gestapo was zugegeben. Für mich war eine absolute Kluft zwischen ihnen und mir. Diese Kluft war unüberbrückbar.“
40 Jahre nach Beendigung des Krieges machten sich die vier Herausgeberinnen auf den Weg zwischen Eisenstadt, Dornbirn und Eisenkappel/Železna Kapla, um die Geschichten dieser Frauen aufzuzeichnen. Manche von ihnen hatten individuell gegen das NS-System gekämpft, andere organisiert, sie halfen KZ-Häftlingen und Verfolgten bei der Flucht, verbreiteten illegal Nachrichten, übten Sabotage in Fabriken, lebten im Wald als Partisaninnen. Viele schafften es, der Folter durch die Gestapo zu widerstehen und in den Gefängnissen ihren Mut aufrechtzuhalten.
Vielen Frauen wurde nach ihrer Rückkehr aus den Konzentrationslagern und Gefängnissen nicht geglaubt, auch nach Kriegsende und Befreiung erlebten sie politische Diskriminierung und gesellschaftliche Ausgrenzung.
Der erstmals im Jahr 1985 erschienene Band wurde neu gestaltet und editiert sowie mit einem aktuellen Vorwort versehen.
„Ein ungemein wichtiges, längst schon überfälliges Buch über weibliche Menschen, die unseren ganzen nationalen und patriotischen Stolz ausmachen müssen.“ Elfriede Jelinek zur Erstausgabe
Weitere Herausgeberinnen:
Elisabeth Holzinger, Studium der Politikwissenschaft, Autorin, Filmemacherin
Lotte Podgornik, Studium der Geschichte und Germanistik, Publizistin und Lehrende für Deutsch als Fremdsprache
Lisbeth N. Trallori, Feministische Soziologin und Politikwissenschafterin, Lehre und Forschung an österreichischen Universitäten, Autorin und Publizistin
11.12.2025 Dr.in Margarete Maurer, Hg. „Rosa Luxemburg. Von der Ikone zur Person“. Neben Texten von Rosa Luxemburg selbst sind in diesem Band Beiträge von über 10 AutorInnen versammelt.
Rosa L. wurde zur Ikone der internationalen ArbeiterInnenbewegung. Welche Bedeutung hat dabei ihre jüdische Herkunft aus Polen? Und welcher Mensch steckt hinter der Ikone? Von unterschiedlichen fachlichen Hintergründen her nähern sich die AutorInnen in diesem Band der Person Rosa Luxemburg an.
Margarete Maurer, geboren in Linz/Donau, Doppelstudium der Philosophie (bei Ernst Bloch und Helmut Fahrenbach) und Biochemie/Mikrobiologie (bei Hans Zähner). Mehr als 40jährige Lehrtätigkeit inklusive Gastprofessuren an zahlreichen Universitäten des In- und Auslandes.
1990 Gründung und seither Leitung des außeruniversitären interdisziplinären Forschungsinstituts Rosa Luxemburg-Institut (RLI), siehe http://frauen.at. Im zugehörigen RLI-Verlag u. a. erschienen: Rosa Luxemburg: „Ich bin ein Land der unbeschränkten Möglichkeiten“ 1999; Natur als Politikum (zus. mit O. Höll) 2003
Freitag: 19.12. 2025, 15-17 Uhr im Parlament – Palais Eppstein
4.Weltfrauenkonferenz in Peking 1995.
30 Jahre danach – Was ist geblieben: Erfahrungen und Ergebnisse
Dr.in Gertrude Eigelsreiter-Jashari, Universitäts-Lektorin, Soziologin, Sozial- und Kulturanthropologin, Akademische Referentin für feministische Bildung und Politik, Institution: Zentrum für Migrationsforschung, St. Pölten.
Teilnehmerin der offiziellen österreichischen Regierungsdelegation bei der 4. Weltfrauenkonferenz.
In Planung mit den SPÖ-Bundesfrauen und Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva Maria Holzleitner
